Unabhängiges Magazin über die Kultur kleiner Dörfer. Keine Website einer kommunalen Selbstverwaltung, Verwaltung oder Kultureinrichtung und nicht verbunden mit der früheren Website auf dieser Domain; amtliche Angaben und Bekanntmachungen veröffentlichen wir nicht.

Geschichte

Geschichte des Themas

Lieder, Bräuche und Handwerk lebten im Dorf lange vor jeder Einrichtung. Doch vieles, was heute selbstverständlich ist – ein gemeinsamer Raum zum Lesen und für Gruppen, Gesetze über Kultur und Volkskunsthandwerk, ja der Begriff des immateriellen Erbes selbst –, entstand im Laufe des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Einrichtungen wechseln Namen und Schilder, doch das Bedürfnis, zusammenzukommen, zu lesen, zu singen und zu reden, bleibt dasselbe.

— Aus der Redaktion

Zeitleiste

  1. 1920er

    In den Dörfern entstehen in großer Zahl Lesestuben (izby-chitalni) – ländliche Kultur- und Bildungseinrichtungen, in denen man Zeitungen und Bücher lesen, Vorträge hören und in Gruppen aktiv sein konnte.

  2. 1992

    Die „Grundlagen der Gesetzgebung der Russischen Föderation über die Kultur“ werden verabschiedet – das Grundgesetz, das die Rechte der Menschen im Bereich der Kultur und die Rolle kultureller Tätigkeit beschreibt.

  3. 1999

    Das Föderale Gesetz über das Volkskunsthandwerk wird verabschiedet; es widmet sich traditionellen Handwerken und ihren Meistern.

  4. 2003

    Die UNESCO verabschiedet das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes: Lieder, Bräuche, Feste und Handwerk werden gleichrangig mit Baudenkmälern als Erbe anerkannt.

Von der Lesestube zum Klub

Die Lesestube war ein schlicht eingerichteter Ort: ein Raum mit Zeitungen und Büchern, in dem man abends vorlas, Vorträge hörte und in Gruppen zusammenkam. Für viele Dorfbewohner war es der erste gemeinsame Treffpunkt, der weder mit der Landwirtschaft noch mit der Kirche zu tun hatte.

Mit der Zeit traten Klubs und Kulturhäuser an die Stelle der Lesestuben, und die Bücher zogen in die Dorfbibliotheken um. Gebäude, Programme und Namen änderten sich, doch der Grundgedanke blieb: Ein Dorf braucht einen Ort, an dem Menschen gemeinsam etwas tun – singen, Theater spielen, lernen, feiern.

Ende des 20. Jahrhunderts erhielt die Kultur eine eigene Gesetzgebung und das Volkskunsthandwerk ein eigenes Gesetz. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erkannte die internationale Gemeinschaft an, dass Erbe nicht nur aus Gebäuden und Gegenständen besteht, sondern auch aus lebendigem Können: dem Lied, das gesungen, dem Fest, das gefeiert, dem Handwerk, das gelehrt wird.

Für ein kleines Dorf ist das ein wichtiger Gedanke. Der Chor, der Handarbeitskreis oder die aufgezeichneten Erzählungen der Großmütter sind keine „Laienkunst zweiter Klasse“, sondern genau der Teil des Erbes, der so lange lebt, wie Menschen ihn pflegen.

  • Anlässe

    Welche kulturellen Anlässe es im Dorf gibt, wie sie vorbereitet werden und wie man eine Ankündigung überprüft.

  • Beiträge

    Themen des Magazins: Kulturhaus als Phänomen, Chor und Ensemble, Theatergruppe, Volkskalender, Handwerk, Dorfbibliothek. Dazu der Katalog der Beiträge.

  • Archiv

    Wegweiser durch die Rubriken des Magazins und was aus den früheren Inhalten dieser Domain geworden ist.

Quellen

  • Nachschlagewerke zur Geschichte der Kultur- und Bildungseinrichtungen
  • Grundlagen der Gesetzgebung der Russischen Föderation über die Kultur (1992)
  • Föderales Gesetz über das Volkskunsthandwerk (1999)
  • UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (2003)

Historische und rechtliche Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Nachschlagewerken und Gesetzestexten. Amtliche Informationen, Zeitpläne und Bekanntmachungen veröffentlichen nur Behörden und Einrichtungen selbst – bitte prüfen Sie sie dort.